200 Jahre eigenständig - Veranstaltung Juni

Es geht vielseitig und interessant weiter mit dem Stadtjubiläum - Wissen, Kunst und Sport stehen auf dem Programm.

200 Jahre eigenständig 400 300

Das erste Highlight findet noch Ende Mai statt:

Wissen in Bewegung

Marktplätze sind Orte des Zusammenkommens und des Austausches – von Waren, von Ideen, von Geschichten. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg lädt anlässlich ihres 275. Bestehens zu den „Markttagen des Wissens“ und macht im Festjahr „200 Jahre eigenständig“ auch Station in Fürth. 

Am Samstag, 26. Mai, bieten am Bahnhofplatz Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von 9 bis 15 Uhr ihre Kenntnisse, ihre Forschung als „Lebensmittel“ an – als etwas, das für das Leben der Menschen ebenso wichtig ist wie die tägliche Ernährung.

Besucherinnen und Besucher erfahren unter anderem, wie Roboter Menschen helfen können, warum die Römer Boote bauten oder was Minigolf mit Katalyse zu tun hat. Und sollte mal eine Frage unbeantwortet bleiben – kein Problem. Bei der Forschersprechstunde stehen die Experten Rede und Antwort. 

Weitere Infos unter www.275.fau.de

Vortrag über Fürths Weg zur Stadt erster Klasse

Im Rahmen der Reihe „Geschichte(n) in Stadtmuseum“ steht am Sonntag, 3. Juni, 14 Uhr, der Vortrag „200 Jahre selbstständig – Die Formation und Verwaltung der Munizipalgemeinde Fürth zwischen 1808 und 1818“ von Peter Frank auf dem Programm.

Viele Jahrhunderte waren die Rechte über Fürth ungeklärt. Erst durch den Übergang des Markgraftums Brandenburg-Ansbach an das Königreich Preußen wurde eine einheitliche Verwaltung geschaffen. 1806 wechselte Fürth erneut den Besitzer und kam zum Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt von 1808 wurde Fürth zur Stadt zweiter Klasse, zehn Jahre später erhielt Fürth durch die bayerische Verfassung das Selbstverwaltungsrecht und wurde zur Stadt erster Klasse. 

Frank referiert über den Weg Fürths vom Marktflecken zur Stadt mit Selbstverwaltungsrecht. In seinem Vortrag hebt er besonders die Zeit von 1808 bis 1818 hervor. Aufgezeigt wird, wie schwierig sich die Bildung einer Munizipal-Verfassung und die Finanzierung einer städtischen Verwaltung in dieser Zeit gestalteten und welche Auswirkungen und Bedeutung dies vor Ort hatte.

Der Eintritt beträgt fünf Euro, ermäßigt vier Euro, und berechtigt auch zum Besuch der Dauerausstellung und der aktuellen Sonderausstellung „Fürth – 200 Jahre eigenständig“.

Bauhilfsmittel künstlerisch in Szene gesetzt

In der vierten Ausstellung der kunst galerie im Festjahr „200 Jahre eigenständig“ zeigt der Künstler Kai Richter von Samstag, 2. Juni, (Vernissage 1. Juni, 19 Uhr) bis Sonntag, 8. Juli, Skulpturen, Installationen und Plastiken, die allesamt aus Materialien gefertigt sind, die auf der Baustelle verwendet werden. Zum Einsatz kommen zum Beispiel Schalbretter, Zement, Stahlstützen und dazugehörige Kupplungen, Gerüstteile oder Holzstangen.

Der 1969 in München geborene und heute in Düsseldorf lebende und arbeitende Richter beendete 2004 sein Studium als Meisterschüler bei dem bekannten deutschen Bildhauer Hubert Kiecol. Seit 2005 hatte er zahlreiche Einzelausstellungen in deutschen Museen, Kunstvereinen und Galerien, aber auch in den USA, Südkorea, Österreich, Schottland und Griechenland. Durch die (in aller Regel) gebrauchten Bauhilfsmittel haben seine Skulpturen etwas Rohes und Unfertiges. Auch wenn Richter durchaus bildhauerische Traditionen aufgreift, fragt sich der Betrachter, ob er es hier mit Skulptur, mit Plastik oder ansatzweise schon mit Architektur zu tun hat.

Zur Ausstellung erscheint ein 32-seitiger Katalog mit farbigen Abbildungen.

Als Begleitprogramm findet unter anderem am Dienstag, 5. Juni, 14 Uhr, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kunst am Dienstag 55+“ eine Dialogführung mit Praxisteil, am 10. sowie 24. Juni, 11 Uhr, eine Sonntagsführung und am Sonntag, 17. Juni, in Kooperation mit der Schule der Phantasie eine Familienführung mit Anmeldung unter www.schulederphantasie-fuerth.de oder Telefon (0174) 140 73 07 statt.

Bus-Tour zur Geschichte der Südstadt

Wie sich die Südstadt in den vergangenen 200 Jahren verändert hat, zeigt Dietmar Most, Leiter des Stadtplanungsamtes, am Sonntag, 3. Juni, 14 Uhr (Abfahrt Ostseite Bahnhofplatz, flixbus Haltestelle, nähe Hochhaus), bei einer Busrundfahrt zu exemplarischen Orten in der Fürther Südstadt auf. An der Bahnlinie entlang geht es zum ehemaligen Güterbahnhof, dann nach Süden in das frühere Gewerbe- und Industrieareal. Für die stark angewachsene Bevölkerung des späten 19. Jahrhunderts ist die Stadt dort einst planmäßig erweitert worden, Kasernen und die Ansiedlung von Gewerbebetrieben vor den Toren der Stadt sowie größere Siedlungsprojekte – vor allem nach Kriegsende – setzten weitere Impulse. Mit dem Strukturwandel der vergangenen Jahrzehnte, insbesondere der Konversion, wurde abermals dringend benötigter Wohnraum geschaffen.

Zu sehen ist das am ehemaligen Carrera-Areal, der Darby-Kaserne, den Veränderungen an der Herrnstraße und dem ehemaligen Brauerei-Gelände an der Schwabacher Straße.

Die Teilnahme ist kostenlos. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung unter 2018[at]fuerth.de erforderlich.

Die Kleeblattstadt präsentiert sich sportlich

Zwei Wochen dreht sich in Fürth alles um das Thema Sport. Von Samstag, 2., bis Sonntag, 17. Juni, zeigt ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm, was die Kleeblattstadt in Sachen Bewegung und Fitness zu bieten hat. 

Los geht es am Samstag, 2., und Sonntag, 3. Juni, mit den Schülermeisterschaften im Kanuslalom, die auf dem Gelände der Kanuabteilung der SG Nürnberg Fürth 1883 ausgetragen werden. Eine Woche später dreht sich von Freitag, 8., bis Sonntag, 10. Juni, auf der Fürther Freiheit alles um Beachvolleyball der Extraklasse. Während am Freitag ab 8 Uhr zunächst die Schulmeisterschaften ausgetragen werden und sich ab 17 Uhr Firmen, Vereine und Quattro-Mixed-Teams ein Match auf feinstem Quarzsand liefern, geht es am Samstag ab 9 Uhr mit den Vorrundenspielen des BVV-Masters für Damen und Herren (parallel auf dem Vereinsgelände des TV Fürth 1860) weiter. Am Sonntag starten dann ab zirka 12 Uhr die Halbfinal-Spiele und ab 15 Uhr geht es im Finale um wichtige Ranglistenpunkte für Bayerns beste Spielerinnen und Spieler. Weitere Infos zum Beachvolley-Turnier unter www.volleyball-fuerth.de

Was Fürth sportlich zu bieten hat, zeigen am Samstag, 9. Juni, von 10 bis 18 Uhr, beim „Tag der Vereine“ am Julius-Hirsch-Sportzentrum rund 40 Abteilungen. Groß und Klein sind eingeladen, bei Mitmach-Aktionen Neues auszuprobieren und sich an Informationsständen einen Überblick über das Angebot zu verschaffen. Zudem gibt es sowohl auf der Innen- als auch der Außenbühne Aufführungen zu verschiedenen Sportarten. Spektakuläre Tricks, Slides und Grinds sind nur einen Steinwurf entfernt zu sehen, wenn Skateboarder, BMX-Fahrer und Scooter sich von 14 bis 21 Uhr beim Rollsportfest am Skatepark an der Bezirkssportanlage messen. Anmeldungen sind am Veranstaltungstag vor Ort ab 12.30 Uhr für drei Euro möglich.

Am Sonntag, 10. Juni, ist ein gesperrtes Teilstück der Südwesttangente Schauplatz für drei Sportveranstaltungen. Los geht´s in der Manfred-Roth-Straße im Gewerbegebiet Hardhöhe um 14 Uhr erstmals mit „Run & Bike“. Hierbei ist Teamgeist gefragt, wenn zu zweit eine Strecke von zwölf Kilometern absolviert werden muss. Das Besondere: Während der eine radelt, muss der andere laufen und der Abstand zwischen beiden darf nie mehr als zehn Meter betragen. Anmeldungen sind unter chipzeit.de (Tage des Sports) möglich. Anschließend können Freizeitsportler beim Familienradeln von 15 bis 16 Uhr ganz nach eigenem Tempo ihre Runden auf der gesperrten Südwesttangente drehen, bevor die Strecke ab 16 Uhr für den Autobahnskate freigegeben wird. Bis einschließlich 19 Uhr heißt es freie Fahrt auf acht Rollen. Anschließend darf bei der After-Skate-Party in der Manfred-Roth-Straße bei der Norma-Zentrale weitergefeiert werden.

Wie fit Fürths Sechs- bis 13-Jährige in Sachen Schnelligkeit, Ausdauer und Koordination sind, zeigen Kinder und Jugendliche am Dienstag, 12. Juni, beim Sportabzeichentag am Julius-Hirsch-Sportzentrum. 

Dreh- und Angelpunkt weiterer Sportveranstaltungen ist die Fürther Freiheit: Hier startet am Mittwoch, 13. Juni, die Biathlonstaffel-Stadtmeisterschaft für Vereine bzw. Familien und Freunde. Jeweils im Vierer-Team müssen abwechselnd 400 Meter in der klassischen Doppelstocktechnik auf Cardio-Skilanglauf-Geräten und fünf Schüsse Stehendschießen mit einem Infrarotgewehr absolviert werden. Anmeldungen sind unter chipzeit.de (Tage des Sports) möglich. Hobby-Spieler können am selben Tag ab 16 Uhr bei den ersten Fürther Dart-Stadtmeisterschaften ihre Geschicklichkeit und Präzision testen (Anmeldungen für das Erwachsenen-Turnier unter chipzeit.de, für das Jugend-Turnier ist die Teilnahme kostenlos). Motivation und Teambildung stehen am Donnerstag, 14. Juni, auf dem Programm, wenn um 16.30 Uhr der erste Firmen-Biathlon startet. Hier müssen die vier Teilnehmer einer Gruppe jeweils drei mal 300 Meter laufen und zwei Mal mit einem Infrarotgewehr schießen und treffen. Anmeldungen sind unter chipzeit.de (Tage des Sports) möglich. 

Bevor am Samstag, 16., und Sonntag, 17. Juni, die Tage des Sports mit dem „Metropolmarathon powered by OBI“ enden, heißt es am Freitag, 15. Juni, pünktlich zum Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft „Alles rund um den Ball“. Eine kostenlose Anmeldung für die Tisch-Kicker-WM mit 32 Zweier-Teams, Tipp-Kick-WM, bei der jeweils ein Spieler für ein Land startet, oder den Human-Soccer Cup mit 16 Teams á fünf Personen sind per Mail an sportwoche@fuerth.de möglich.

Alle weiteren Infos unter www.200-jahre-stadt.de und www.facebook.com/tagedessports

Geschichten über Fürth in der Zeit seiner Blüte

Die Tourist-Information Fürth präsentiert am Freitag, 8. Juni, in ihrer neu inszenierten Führung „Fürth um 1900 – Bloomers, Bahn und Belle Époque“, die um 18 Uhr am Eingang zum Bahnhof startet, Geschichten rund um die Jahrhundertwende, als der Adler noch entlang der Prachtstraßen fuhr, das Stadttheater eröffnete und der Aufbruch in ein modernes Zeitalter spürbar war. Beim Rundgang wird gezeigt, wie die Menschen in dieser Zeit lebten und liebten, was en vogue war und welche Träume sie hatten. Eine Anmeldung bei der Tourist-Information Fürth oder unter www.stadtspaziergaenge-fuerth.reservix.de ist erforderlich, die Teilnahme kostet 21 Euro, ermäßigt 16,80 Euro. 

Theatertage machen die Stadt zur Bühne

Übermütig und fantasievoll überwinden die Bayerischen Theatertage (BTT) von Mittwoch, 6., bis Samstag, 23. Juni, unter dem Motto „überMut“ die Grenzen traditioneller Spielorte und erobern den urbanen Raum, indem die Stadt selbst zur Bühne wird.

So gibt es neben den rund 50 Vorstellungen von über 30 bayerischen Theatern ein breitgefächertes Zusatzprogramm (BTT Extra) voller Straßentheater, Performances, Workshops, Nachgesprächen, Matineen und Live-Bands, das die Festivalatmosphäre vielerorts in den öffentlichen Raum trägt. Viele Aktionen sprießen in der Innenstadt hervor und verschwinden wieder, um andernorts erneut aufzublühen – vom Pappelsteig bis in die Badstraße, vom Babylon bis in die Theaterstraße und vom Bahnhof bis ins Amtsgericht. Sie spielen mit der Wahrnehmung der Architektur und des Alltäglichen, beschäftigen sich mit Urbanität, Körpern im Raum und Perspektivenwechseln und laden vielfach zur Mitwirkung ein. 

Aber nicht nur der Musentempel wächst in Form von Straßentheater und Performances in die Stadt hinein, auch ein 500 Quadratmeter großer Garten wuchert vor dem Amtsgericht. Geplant sind eine grüne Wand aus Salat und Blumenkohl, bepflanzte Alltagsgegenstände, Gartenkitsch und ein Palmenstrand. Für die Nachhaltigkeit der Grün¬oase ist auch gesorgt: Nach den Bayerischen Theatertagen wandern Teile beispielsweise in die Friedensanlage oder in die Maischule und alle Fürtherinnen und Fürther sind eingeladen, den restlichen Pflanzen ein Zuhause zu geben.

Das pulsierende Zentrum des Gartens und des Festivals bildet das „Gewächshaus“ vor dem Theater: 18 Tage lang ist es jeweils ab 11 Uhr bis abends geöffnet und bietet bei freiem Eintritt einen außergewöhnlichen Ort zum zwanglosen Austausch, kulinarische Genüsse der Gaststätte „Schilderwach“ und jeden Abend Live-Musik mit Künstlerinnen und Künstlern aus Stadt und der Region. 

Am Mittwoch, 6. Juni, findet um 17 Uhr die feierliche Eröffnung der 36. Bayerischen Theatertage im Stadttheater statt. Die musikalische Umrahmung übernimmt die Thilo Wolf Band – jazzig, romantisch und melodiös. Zur Eröffnungsparty im Zelt arrangieren Béatrice Kahl und „b.groovy“ Pop-, Soul- und Jazzmusik in neuem, groovigen Gewand. 

Auch an den anderen Abenden ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei: Von Punkrock mit Rakete Bangkok am Sonntag, 10. Juni, über Indie-Pop mit Nobutthefrog am Montag, 12. Juni, und Elektro-Tanzmusik mit „Schokobär & die Big Mamas“ am Samstag, 16.Juni, bis hin zu Swing mit den „Schicken Swingschnitten“ am Freitag, 22. Juni. 

Für den Festivalzeitraum vom 6. bis 23. Juni werden noch Fürtherinnen und Fürther gesucht, die Theatermitgliedern der gastierenden bayerischen Bühnen kostenfrei für eine oder mehrere Übernachtungen ein Gästezimmer oder -couch zur Verfügung zu stellen. Bei Interesse bitte melden unter katja.hofmann@fuerth.de. 

Weitere Infos zum Festival unter www.bayerische-theatertage.de 

Alle Infos zum Festjahr „200 Jahre eigenständig“ unter www.200-jahre-stadt.de