Kräuterrezept des Monats

Ein leckeres Sommersüppchen aus Wiesenbärenklau und ein Ausflugs-Tipp für alle Kräuterbegeisterten

Marion Reinhardt 960 1440
Marion Reinhardt Fürth

Jetzt ist Wiesenbärenklau-Zeit. Seine behaarten Blätter und Stiele sind, ebenso wie seine Früchte, als Wildgemüse essbar. Wenn Sie ihn ernten, sollten Sie darauf achten, dass Sie nicht zu viel Hautkontakt mit der Pflanze haben, denn sie macht lichtempfindlich. Besonders aufpassen sollte man bei Sonnenschein! Aber der Wiesenbärenklau ist längst nicht so "gefährlich" wie der Riesenbärenklau. Die Früchte vom Wiesenbärenklau erscheinen zeitgleich mit den Blüten und sind sehr aromatisch-würzig. Allerdings scheiden sich die Geister am Geschmack. Bevor Sie also die Früchte in die Suppe rühren, sollten Sie einen Geschmackstest machen!

Wiesenbärenklau-Suppe mit Lachsstreifen

  • 4 Handvoll Wiesenbärenklau-Blätter und -Stängel
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Butter
  • 5 Kartoffeln
  • 1,25 l Gemüsebrühe
  • einige Wiesenbärenklau-Früchte
  • 200 g Schmand
  • 100-150 g geräucherter Lachs
  • Kräutersalz, Pfeffer

 
Den Wiesenbärenklau waschen und abtropfen lassen. Die Blätter grob zerkleinern. Bei dicken Stielen die Haut abziehen (wie bei Rhabarber) und in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel und die Kartoffeln schälen und würfeln. In einem Topf die Butter zerlassen und die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Dann die Kartoffelwürfel dazugeben und anschwitzen. Mit der Gemüsebrühe ablöschen und kochen, bis die Kartoffelwürfel fast weich sind. Dann den Wiesenbärenklau in die Suppe geben. Aufkochen und 5-10 Minuten köcheln lassen. Die Wiesenbärenklau-Früchte dazugeben und die Suppe mit dem Pürierstab cremig rühren. Vom Schmand 4 Teelöffel voll beiseite stellen und den Rest unterziehen und die Suppe abschmecken. Den Lachs in Streifen schneiden. Die Suppe in Teller füllen, mit je einem Teelöffel Schmand verzieren und die Lachsstreifen darüberstreuen.

Ausflugs-Tipp

Wer sich für Kräuter und seine Nutzung interessiert, der kann auf einer Kräuter-Reise nach Nagel am See (Fichtelgebirge) am Sonntag, 14.8, viel Wissenswertes lernen (3 Plätze sind noch frei, Stand: 01. August). Nagel ist bekannt als Kräuterdorf und hat 2 sehr schöne und informative Kräutergärten, die wir uns ansehen. Zum Mittagessen im Haus der Kräuter gibt es ein köstliches Menü mit Kräuterspezialitäten. Mit einer einheimischen Kräuterfrau werden  traditionelle Kräuterbuschen gebunden, die Sie mit nachhause nehmen dürfen. Alle weiteren Informationen finden Sie auf der Hompage der wilden möhre Marion Reinhardt.