Nutzen statt besitzen - Profimaschinen mieten.

Handwerksbetriebe benötigen oft Geräte für einzelne Aufträge, die aber den Kauf einer Maschine nicht rechtfertigen. Dafür gibt es zahlreiche Mietangebote – vom Baumarkt über Verleihplattformen im Netz bis hin zum Unternehmerkollegen. Dabei ist rechtlich und finanziell einiges zu beachten.

Geräte mieten statt kaufen 480 480

Ob Spezialschleifmaschine, Gabelstapler, Minibagger oder Kantenanleim-Maschine: Die Anschaffung teurer Spezialgeräte lohnt sich oft nicht. Handwerksbetriebe und Freiberufler können diese Geräte meist gegen einen überschaubaren Betrag von professionellen und privaten Verleihern mieten. Bezahlt wird in der Regel die Dauer der Nutzung sowie Materialverschleiß.

Rechtlich absichern

Wer Geräte mietet sollte einige rechtliche Punkte berücksichtigen. Sonst ist Ärger im Schadesfall vorproprammiert. Hier die die wichtigsten Aspekte im Überblick:

  • Kontrakt. Ob mündlich oder – viel besser – schriftlich: Die wichtigsten Vertragspunkte sind Mietdauer und -höhe, die Zahlungsart sowie Regelungen zur Haftung im Schadensfall. Der Mieter hat mit dem überlassenen Gerät sorgfältig und ordentlich umzugehen. Tut er das nicht und kommt es zu einem Defekt, steht dem Vermieter ein Anspruch auf Ersatz des Schadens zu. Das regelt das Bürgerliche Gesetzbuch.
  • Verantwortung. Grundsätzlich muss der Mieter nur für schuldhaftes Verhalten geradestehen. Jede weitergehende Vertragsbestimmung ist unwirksam. Trotzdem versuchen viele Vermieter, die Haftung unverhältnismäßig auf den Mieter abzuwälzen. Deshalb: Vertragswerk genau durchlesen.
  • Zeugen. Einen Schaden sollte der Mieter genau dokumentieren und idealerweise einen Zeugen hinzuziehen, der bestätigen kann, dass das Werkzeug fachgerecht verwendet worden ist. Der Schaden muss dem Vermieter unverzüglich angezeigt werden. Will dieser Schadensersatz, muss er beweisen, dass das Werkzeug bei der Übergabe fehlerfrei war.

Versicherungspolice überprüfen

Die möglichen Schäden können für Unternehmer zu einem finanziellen Risiko werden. Deshalb ist es ratsam, die eigenen Policen genau daraufhin zu überprüfen – allen voran die Betriebshaftpflichtversicherung. Ein Beispiel: Wenn ein Metallbauer eine Fräsmaschine besitzt, sind Haftpflichtschäden, die durch das Nutzen des Geräts entstehen, in der Police mitversichert. Vermietet er diese Anlage, sind diese im Regelfall nicht gedeckt, aber mit einem Beitragszuschlag versicherbar. Damit ist der Besitzer abgesichert – etwa, wenn beispielsweise der Mieter durch unsachgemäßen gebrauch der Maschine einen Dritten verletzt.

Das Risiko des Handwerkers, der eine gemietete Maschine nutzt, ist durch seine Betriebshaftpflicht gedeckt, falls das Arbeiten an solch einer Maschine zu seiner normalen beruflichen Tätigkeit zählt. Dies ist allerdings nicht immer so – etwa bei älteren Haftpflichtverträgen, wenn es sich um ein selbstfahrendes Großgerät wie einen Bagger handelt. Es empfiehlt sich in jedem Fall, den Versicherungsvertreter zu fragen.

Der Schaden an der gemieteten Maschine kann unter bestimmten Voraussetzungen über die so genannten Mietsachschäden gedeckt werden.

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Quelle: Firmenkunden-Newsletter der Sparkasse Fürth. Wollen auch Sie immer auf dem Laufenden bleiben, können Sie sich unter diesem Link zum Newsletter anmelden.

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